September 26

Regentage

Ich stehe inmitten eines Bahnhofs an einer belebten Straße. Die ersten kleinen Tropfen treffen auf meine Haut und ich spüre ein leichtes Kitzeln. Durch die Hitze des Sommers ist auch der Regen angenehm warm. Ich schließe meine Augen und genieße einfach nur die Sinneseindrücke. Das rascheln der Bäume, wenn der Wind durch die Blätter tanzt. Die Autos die an einem vorbeifahren. Der einfahrende Zug dessen Bremsen Ohrenbetäubend Quietschen und der mit einem Zischen endgültig zum Stehen kommt.

In diesem Moment wünsche ich mich tief in den Wald. Ich mache mich auf den Weg zum Haus meiner besten Freundin. Diese ist zwar nicht zu Hause, aber ihre Tiere sind da. Um welche ich mich für sie kümmere. Deswegen übernachte ich auch dort. Der Hund kommt nicht mehr so stürmisch wie sonst auf mich zu. Ich werde langsam zu ihrem Ruhepol. Sie ist nicht wirklich ein Ruhepol für mich. Sie bringt Lebhaftigkeit in mich. Ich braue keine Ruhe. Die habe ich sehr oft. Wir geben einander etwas von unserer Art ab.

Die Leine wird angelegt und zurück in den Regen. Inzwischen sind die tropfen größer und kitzeln nicht mehr wirklich eher trommeln sie auf einen herab. Es wird weniger als wir unter dem Blätterdach im Wald verschwinden. Dicke, feste Tropfen fallen ab und an von den Blättern auf mich herab und fühlen sich teilweise an wie Kieselsteine die man abbekommt.

Dennoch gefällt mir die Mischung. Der Melancholische Regen, der Stille Wald und ein Lebewesen voller Lebensfreude.

Je durchnässter die Kleidung desto mehr fühle ich das der Wind nicht mehr so warm ist wie zuvor. Zeit zurück zu gehen. Einen warmen Tee zu trinken und sich an einen warmen Körper zu kuscheln.